Mediations- & Anwaltskanzlei Dr. Karpienski

Teillösungsoptionen

Aufgabe der Parteien ist es, in der Phase 4 der Mediation Teillösungsoptionen zu entwickeln. Das bedeutet, dass sie so viele Lösungsideen wie möglich entwickeln. In der Phase ist Brainstorming ganz wichtig. Sie dürfen keine Angst haben, etwas Falsches zu sagen. Diese Angst wäre auch unberechtigt, denn es sind lediglich unverbindliche Ideen. In dem ersten Schritt der Lösungsideen werden diese noch nicht bewertet, sondern lediglich gesammelt. Auf ihre Umsetzbarkeit der entwickelten Lösungsideen kommt es zu diesem Zeitpunkt noch nicht an. Die Lösungsoption werden getreu dem Motto entwickelt, dass keine der Ideen zu absurd sein kann, als dass nicht wenigstens ein Ansatz darin enthalten sein könnte, von dem ausgehend weitere Ideen entwickelt werden können.

In einem zweiten Schritt entwickeln die Konfliktparteien aus den Lösungsoptionen eine aus ihrer Sicht realisierbare Teillösungsoption, die zunächst unverbindlich bleibt. Diese entwickelte Teillösungsoption sollte den in der Phase 3 (Bedürfnisermittlung) erarbeiteten Bedürfnissen Rechnung tragen, damit die Konfliktparteien später interessengerecht und mit einem guten Gefühl eine Vereinbarung treffen können.