Mediations- & Anwaltskanzlei Dr. Karpienski

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Abschlussvereinbarung

Im Idealfall kann die Mediation den Konflikt durch eine verbindliche Regelung beenden und den Streit dauerhaft beilegen. Diese verbindliche Regelung bezeichnet man als Abschlussvereinbarung.

Bedürfnisermittlung

Die Bedürfnisermittlung ist das Kernstück jeder Mediation dar, der Phase 3. Die Konfliktparteien sollen weg vom Positionen und hin zu Interessen. In der Phase der Bedürfnisermittlung erfolgt die eigentliche Problemaufarbeitung und zwar, wie schon gesagt, unabhängig von den eigentlichen Positionen, die die Parteien vertreten.

Co-Mediation

Arbeiten  zwei oder mehr Mediatoren innerhalb eines Mediationsverfahrens zusammen, bezeichnet man dies Als Co-Mediation. Diese Form der Mediation wird in der Regel bei größeren Verfahren mit vielen Beteiligten gewählt.

Mediation

Regelungen zur Mediation finden sich im Mediationsgesetz (MediationsG). Demnach ist die Mediation ein vertrauliches und strukturiertes Verfahren, bei dem Parteien mithilfe eines oder mehrerer Mediatoren (Co-Mediation) freiwillig und eigenverantwortlich eine einvernehmliche Beilegung ihres Konflikts anstreben, § 1 Abs. 1 MediationsG.  

Mediationsphasen

1. Vorbereitung und Spielregeln der Mediation. Mediationsvertrag und Mediationsvereinbarung. 
2. Informationssammlung / Themensammlung
3. Vertieftes Verständnis
4. Entwicklung und anschließende Bewertung von Lösungsideen 
5. Finden der Abschlusslösung

Mediationsvereinbarung

Die Mediationsvereinbarung regelt in Abgrenzung zu einem Mediationsvertrag das Rechtsverhältnis der Konfliktparteien untereinander.

Mediationsvertrag

Der Mediationsvertrag regelt in Abgrenzung zur Mediationsvereinbarung das Vertragsverhältnis zwischen dem Mediator bzw. den Mediatoren und den Konfliktparteien. Der Mediationsvertrag kann auch als Mediatorvertrag bezeichnet bezeichnet werden. 

Shuttle-Mediation

Eine Shuttle-Mediation wird auch Pendelmediation genannt. Bei dieser Form der Mediation spricht der Mediator zunächst nur mit einer Partei, informiert dann die andere und umgekehrt. Der Mediator pendelt also zwischen den einzelnen Parteien hin und her.

Manchmal kann man in der Literatur auch der Begriff shuttle diplomacy und im Englischen caucasing lesen, was dasselbe bedeutet.

Teillösungsoptionen

Aufgabe der Parteien ist es, in der Phase 4 der Mediation Teillösungsoptionen zu entwickeln. Das bedeutet, dass sie so viele Lösungsideen wie möglich entwickeln. In der Phase ist Brainstorming ganz wichtig. Sie dürfen keine Angst haben, etwas Falsches zu sagen. Diese Angst wäre auch unberechtigt, denn es sind lediglich unverbindliche Ideen. In dem ersten Schritt der Lösungsideen werden diese noch nicht bewertet, sondern lediglich gesammelt. Auf ihre Umsetzbarkeit der entwickelten Lösungsideen kommt es zu diesem Zeitpunkt noch nicht an. Die Lösungsoption werden getreu dem Motto entwickelt, dass keine der Ideen zu absurd sein kann, als dass nicht wenigstens ein Ansatz darin enthalten sein könnte, von dem ausgehend weitere Ideen entwickelt werden können.

Themensammlung

Bei der Themensammlung, der Phase 2 der Mediation, wird in der Mediation eine Liste der zu bearbeitenden Punkte bzw. zu klärenden Konflikte erstellt.  

Die Konfliktparteien arbeiten mit Hilfe des Mediators die regelungsbedürftigen Punkte heraus. Dabei überlegt sich jeder Beteiligte unabhängig von den anderen Beteiligten, worüber er im Mediationsverfahrens sprechen möchte.